8 März 2026
Dieses Jahr findet die Javaland erstmals in Rust statt – dem Europa-Park am Oberrhein. Eine direkte Anreise aus Oldenburg mit dem Rad wäre schlicht zu weit gewesen. Dank einer Unterkunft in Heidelberg ließ sich aber eine schöne zweitägige Sternfahrt daraus machen.
Tag 1: Heidelberg – Rastatt
Die Taschen waren gepackt, das Wetter trocken und für die Jahreszeit angenehm warm und sonnig. Von Heidelberg aus führte die Route zunächst über Feldwege durch Wälder – und dann am Hockenheim-Ring vorbei. Eine kleine Erinnerung an die letzten beiden Jahre, als die Sternfahrt noch am Nürburgring endete.
Weiter ging es über den Rhein nach Speyer, wo ich mir von außen ein paar historische Flugzeuge anschaute und kurz mit einem lokalen Rennradfahrer ins Gespräch kam. Auf dem anschließenden Deichweg durch die Rheinauen konnte ich dann eine Zeit lang Windschatten schnorren und richtig Meter zu machen – mit gut 30 km/h dahingleiten, ohne selbst übermäßig in die Pedale treten zu müssen.
Weiter ging es auf gut ausgebauten Radwegen mit etwas Abstand zum Rhein südwärts nach Neuburg zur Fähre. Nach der Fähre noch durch ein paar Dörfer und der Bahnhof in Rastatt war erreicht.
In Summe ein schöner erster Tag: angenehme Wege, überschaubare Distanz, keine 100 km auf dem Tacho.
Am Abend folgte dann die Abstimmung mit den anderen Teilnehmern: Falk wollte ab Karlsruhe starten, und Marvin war ebenfalls auf der Strecke unterwegs und hatte Rastatt erreicht. Die Entscheidung fiel schnell – Tag 2 würde gemeinsam mit Falk ab Karlsruhe beginnen und wir bleiben auf der östlichen Rheinseite um uns ggf. mit Marvin zu treffen.
Tag 2: Karlsruhe – Rust
Um 9:45 Uhr rollten Falk und ich in Karlsruhe los. Die Ausfahrt aus der Stadt gestaltete sich wenig romantisch: Ampelsprint nach Ampelsprint, Stadtverkehr und ruppige Bordsteinkanten statt Rheinidylle.
Als wir dann endlich den Radweg am Rhein erreichten, war die Erleichterung nur von kurzer Dauer. Der Schotterweg war auf Dauer unangenehm zu fahren, an einem Sonntag herrschte viel Betrieb auf dem Weg, und Möglichkeiten zum Einkehren gab es kaum. Zeitweise wichen wir auf die Straße aus, um etwas besser voranzukommen. So war die erste größere Pause erst in Kehl nach gut 80km.
Zu diesem Zeitpunkt waren die körperlichen Zimperlein auch nicht mehr zu ignorieren und so fiel eine erneute Umplanung an: den restlichen Weg nicht mehr auf dem Schotter am Rhein, sondern auf dem gut ausgebauten Radweg entlang der Landstraße. Die Entscheidung stellte sich als richtig heraus – wir kamen sicher und ohne weitere Zwischenfälle in Rust an, konnten noch am Dinner teilnehmen und waren in den nächsten Tagen nicht zu stark gezeichnet.