21 März 2023
Tag 1: Oldenburg - Osnabrück
Die Taschen waren gepackt, das Wetter trocken und für die Jahreszeit angenehm warm. Zuerst durch Oldenburg, am Kanal lang und dann immer geradeaus Wardenburg, Ahlhorn, Vechta, Lohne und Damme. Leider war der Gegenwind nicht zu vernachlässigen, eine Mutter mit ihrem erwachsenen Sohn haben mir aber bei einer netten Unterhaltung 25km Windschatten gegeben.
Kurz vor Damme dann das erste Problem: Auf der Abfahrt geht bei über 40km/h die Satteltasche auf und neben Müsliriegeln, Taschentüchern landen auch das Schlüsselbund und mein Portemonnaie auf dem Radweg. Das Schlüsselbund war der Wecker und daher schnell gefunden, das Portemonnaie allerdings auch bei mehrmaligem Abfahren der Strecke nicht zu finden.
Nach gut 1h und 150 ungeplanten Höhenmetern habe ich aufgegeben und bin weitergefahren. Kurz vor dem Varusschlachtgelände kam dann der erlösende Anruf: das Portemonnaie wurde gefunden und musste nur noch kurz abgeholt werden.
Wieder 10km zurück und das Portemonnaie bei der netten Familie einsammeln, die es bei ihrem Spaziergang quasi im Fallen gefunden haben und weiter richtung Osnabrück.
Da bei meiner Übernachtungsmöglichkeit langsam der Hunger ausbrach, wurde die Idee geboren, mich mit dem Auto einzusammeln, damit dort niemand verhungern muss. Die geplanten Tageskilometer waren auch lange gefahren, es schon lange dunkel, woraufhin ein Treffpunkt in der zeitlichen Mitte ausgemacht wurde.
Beim Abendessen war die Zuordnung der Burger irgendwie nicht gelungen und so wurde viel probiert, bis jeder seinen Burger hatte. Beim Bier danach war dann weniger Verwirrung.
Tag 2: Osnabrück – Essen
Nach dem Frühstück ging es dann direkt aus Osnabrück raus und in den Teuteburger Wald. Man liebt ja Herausforderungen am Morgen. Bei mehr als 10% Steigung und knapp 20kg Gepäck war erkennbar, dass die Kassette mit 11 bis 28 Zähnen nicht gut gewählt war.
Unterwegs gab es dann zweimal ordentlich Regen, bei dem ich zwar unterstellen konnte, aber danach auf einem matschiegen Weg am Kanal fahren musste. Am Ende war ich froh, dass ich und das Rad so dreckig ins Hotel konnten. Das Rad stand dann im Kofferraum und nicht im Fahrradkeller, der wohl mit Tischen und Stühlen für den Außenbereich belegt war.
An ein paar Stellen war die Navigation etwas abendteuerlich, so war ein Singletrail durch ein Wäldchen zu nutzen um 10m Höhenunterschied zwischen zwei Radwegen zu überbrücken.
Da ich mein Rücklicht verloren hatte, war ich noch im Baumarkt um Ersatz zu beschaffen. Die Anschließende Tour durch Essen war ein schöner Vorgeschmack auf den nächsten Tag.
Tag 3: Essen – Brühl (Phantasialand)
Wie schon am Vortag ging es Morgens direkt in die Steigungen, zum Glück lag das Frühstück noch nicht zu lange zurück. Dann an der Autobahn über den Rhein nach Neuss. Das Wetter blieb regnerisch und so war ich am Ende froh in Brühl angekommen zu sein.
GPX-Animation
Die Animation ist von Marcus Filhon erstellt worden und zeigt alle mitfahrenden auf der Tour.